
Transformation, KI, gesellschaftlicher Wandel: was bedeutet das für die Berufsbildung?
Genau darüber wurde auf der diesjährigen Tagung der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) in Stuttgart (12.-13.3.2026) intensiv diskutiert. Die AG BFN ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Einrichtungen, die Beiträge zur Berufsbildungsforschung aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen leisten und den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Bildungspraxis fördern.
Unter dem Leitmotiv „Zukunftsweisende Berufsbildung: Chancen der Transformation für Innovationen nutzen“ wurde deutlich: Berufsbildung steht nicht nur vor der Aufgabe, auf Wandel zu reagieren. Sie kann und muss ihn aktiv mitgestalten. Besonders spannend waren Beiträge und Diskussionen:
– zur Bedeutung von Zukunftskompetenzen und lebenslangem Lernen im Kontext von KI
– zu arbeitsintegrierten Qualifikationsformaten für Auszubildende und Beschäftigte
– zu zentralen systemischen Fragen der Berufsbildung, etwa Modularisierung oder Anrechnung und Anerkennung
Dr. Petra Notz zeigte hier in ihrem Vortrag zum Projekt DiMaBBS mit dem Titel „Digitale Transformation: Schulträger als Gestalter des Digitalisierungsmanagements“, welchen Beitrag Schulträger leisten, damit die digitale Transformation an berufsbildenden Schulen gelingt. Dabei wurden insbesondere Herausforderungen und Spannungsfelder im Rahmen des Digitalisierungsmanagements – im Zusammenspiel von Schulträgern und berufsbildenden Schulen – herausgearbeitet sowie erste Überlegungen zu erfolgskritischen Dimensionen zur Diskussion gestellt.
Die Tagung hat erneut gezeigt, dass die aktuellen Transformationsprozesse vielschichtig sind und es keine einfache Lösungen oder allgemeingültige Erfolgsrezepte gibt. Umso wichtiger ist die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxis und Politik.
Wir nehmen viele wertvolle Impulse aus Stuttgart mit und freuen uns auf den weiteren Austausch!
Die Präsentation ist hier abrufbar.